Montag, 23. August 2010

Tod im Mutterleib - Kreisklinik Groß-Umstadt wirft Chefarzt raus

Ein Chefarzt des Kreiskrankenhauses Groß-Umstadt ist vom Dienst suspendiert worden. Er hatte seinen Arbeitgeber nicht über ein Gerichtsverfahren gegen ihn unterrichtet. Verurteilt wurde er wegen fahrlässiger Tötung.
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Die Klinikleitung des Landkreises Darmstadt-Dieburg zeigte sich von dem Urteil überrascht: Von diesem Verfahren gegen den neuen und hoch gelobten Chef der Gynäkologie, Alexander
K., habe niemand gewusst. “Wir haben davon aus der Presse erfahren”, zitiert das “Darmstädter Echo Online” den Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg, Klaus Peter Schellhaas. “Das dem Urteil zu Grunde liegende Geschehen bewegt uns sehr und es ist zudem ein ernst zu nehmender Vorgang, dass wir von dem Verfahren nichts wussten”, so Schellhaas.

Tod eines Babys im Mutterleib verursacht

Am Freitag hatte das Amtsgericht Osnabrück den 51-jährigen Mediziner wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe in Höhe von 13.500 Euro verurteilt. Der Grund: Im Jahr 2002 soll er als Oberarzt einer Klinik in Osnabrück den Tod eines Babys im Mutterleib verschuldet haben. Das berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung”. Demnach soll der Arzt trotz Warnsignalen bei der Geburt einen medizinisch gebotenen Kaiserschnitt nicht durchgeführt haben.

Der Mann war seit November 2009 am Kreiskrankenhaus tätig. Bis zu seiner Suspendierung leitete er dort die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.
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