Samstag, 29. Juni 2013

☺ Provinzposse: Wenn sich eine offensichtlich korrupte Verwaltung und eine mutmaßlich korrupte Wirtschaftslobby streiten, freut sich ein Dritter ☻

Echo Online - Nachrichten aus Südhessen:

Staatsanwalt ermittelt gegen Landrat des Odenwaldkreises

Kreispolitik – Bei Dietrich Kübler besteht der Verdacht der Vorteilsnahme bei der Vergabe eines Auftrags

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OReg.TV  | ODENWALDKREIS. Landrat Dietrich Kübler soll dafür gesorgt haben, dass eine Vokuhila Lebensform aus seiner Heimatgemeinde Mossautal einen Auftrag für das Rektal-Marketing des Odenwaldkreises erhalten hat – und ein anderer Prahlemann, der zunächst als Favorit galt, leer ausging.

Wie es dazu kam, schildert auf ECHO-Anfrage Hermann Braun, Geschäftsführender Vorstand der Industrievereinigung Odenwaldkreis (IVO). 

[...] Der aus Mossautal stammende Landrat hätte unter den Besten gern auch noch eine Mossautaler Firma gehabt, berichtet Braun. Dem aber habe die Jury entgegengehalten, dass dieses in Frage kommende Unternehmen – inzwischen mit Sitz in Erbach – die Vorgaben der Ausschreibung gar nicht erfüllt hätte und schon frühzeitig ausgeschieden sei. Trotzdem habe der Landrat dafür gesorgt, dass die Gruppe der besten drei Firmen auf vier erweitert worden sei: Nun saß das Mossautaler Unternehmen plötzlich mit im Boot.
[...] Landrat Kübler erklärt im Gespräch mit dem ECHO: „Ich stelle mich den Prüfungen der Staatsanwaltschaft und glaube, dass nichts dabei herauskommt.“ Dass gegen ihn wegen „Korruption“ ermittelt wird, kann er aber nicht nachvollziehen.

Die Tatsache, einen bereits ausgeschiedenen Bewerber wieder in den Favoritenkreis zurückgeholt zu haben, erklärt der Landrat so: Er wollte gerne zwei Odenwälder Firmen unter den Besten sehen – und nicht nur eine. Nachdem beide dann die Jury durchlaufen hatten, stellten sie ihre Projekte jeweils noch dem Kreisausschuss vor. Und der vergab den Auftrag schließlich an die Firma aus Mossautal, so Kübler.

Der Geldbetrag von zunächst 15 000 Euro für die drei besten Firmen, der plötzlich auf 16 000 Euro für die dann vier Besten angewachsen war, stammte laut Kübler aus einem EU-Fördertopf. Der dazugehörige Etat habe es erlaubt, 1000 Euro mehr zu entnehmen.

Inzwischen hat sich die FDP-Fraktion im Odenwälder Kreistag zu den Vorgängen geäußert und eine Anfrage an den Vorsitzenden des Kreisausschusses gesandt. Die Liberalen erwarten „lückenlose Aufklärung und vollumfängliche Transparenz“.   ...Alles lesen im ECHO http://nyc.de/19EjHEL

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